Es ist mal wieder Zeit, von Clementinchens Fortschritten zu berichten. Vorbei die Zeit, wo sie in ihrem Körbchen lag und im Liegen pinkelte. Hier ein kleines Video, um ihre Entwicklung anzuzeigen.
das tagebuch der hundeauffangstation auf der griechischen kykladeninsel paros
Dienstag, 5. Februar 2013
Samstag, 2. Februar 2013
Zuerst hat meine Digitalcamera ben Geist aufgegeben (mitlerweile ist die Neue hier eingetroffen) nun hat aber mein Laptop keine Lust mehr zu arbeiten, nun ist er bei Peter in Kur. Dies wird etwa bis Montag dauern. Ab dann gibt es wieder neue Fotos und ein neuer Blogeintrag.
Wir Wünschen allen ein schönes Wochenende.
Mel und die gesamte Rasselbande
Sonntag, 27. Januar 2013
Aussergewöhnlicher Bewohner in Tripiti. Gerettet aus unmöglichen Bedingungen
Darf ich vorstellen das ist Pfötchen…
Ich weiss noch nicht
ob es die Pfötchen oder der Pfötchen ist, aber das ist Pfötchen. Ihr habt ja
schon 2 Fotos gesehen aus dem Kaninchenstall. Aber jetzt mal das Ganze von Anfang
an. Ich war auf der Suche nach einem Hund, fand diesen aber nicht. So habe ich
entschlossen mit meinem Privathund noch eine runde spazieren zu gehen. Wir
latschten da also so vor uns hin, Rocky schnüffelte mal da mal dort und ich
trampte gedankenverloren hinterher. Irgendwann kamen wir an einem Betonklotz
vorbei. Nun ich bin eine grosse Wundernase und ich hab dann halt mal meine Nase
in diesen „Stall“ gesteckt. Von aussen war nur 1 Kaninchen zu sehen und kein
Wasser oder Futter. Da hab ich mir noch keine grossen Gedanken gemacht weil ja
das Wasser und das Futter drinstehen könnten. Weit und breit war kein Wohnhaus
zu sehen, hab mich nochmals umgeschaut ob da auch wirklich niemand ist (die
Griechen mögen es nicht so wen man unaufgefordert ihr Eigentum betritt) aber da
war niemand. Kurzerhand hab ich mich über den „Zaun“ geworfen und hab da mal
ein bisschen rumgeschnüffelt. Mich traf fast der Schlag. Der Boden war völlig
verdreckt, in der Luft hingen etwa 5 Käfige, alle leer (also leer was Tiere
betrifft, den auch in diesen Käfigen gab es genug Dreck) bis auf einen. In
diesem einen waren 4 Kaninchen drin, ohne Einstreu, ohne Wasser oder Futter.
Auf dem Boden tummelten sich weitere Kaninchen. In diesem verdreckten Boden habe
sich die Kaninchen schon diverse Gänge gegraben, ich konnte nicht zählen wie
viele es waren, da alle geflüchtet sind als ich reinkam, aber ich schätze um
die 25. Auch für die Kaninchen die am Boden leben gab es weder Wasser noch
Futter. Ich wollte gerade gehen da fiel mir ein kleines weisses Fellknäuel auf.
Ich dachte erst noch es sei einfach ein ausgerissenes Fellbüschel eines grossen
Tieres, bei genauerer Betrachtung stellte ich jedoch fest das es ein Baby war.
Das kleine war ganz alleine ebenfalls ohne jegliche Versorgung, mitten im Dreck.
Unfassbar. Nicht lange nachgedacht, Käfig auf Tierchen raus, und ab durch die
Mitte. Schnell ins Auto gehüpft (es hätte mich ja doch noch jemand sehen können)
und ab nach Tripiti. Das kleine Baby hatte überall Verletzungen, über den
ganzen Rücken, am Bauch und auch ein Ohr war sehr mitgenommen. Es war sehr
dünn.
Ich fuhr am gleichen Abend nochmals da hin, mit Möhren, Salat
und Wasser für die die ich zurücklassen musste.
Nun ist Pfötchen schon einige Tage hier in Tripiti. Lebt
momentan übergangsweise in einer grossen Hunde box mit improvisiertem Kaninchenhaus
(Kartonschachtel mit Watte drin).Pfötchen hat auch einen Kuscheltierfreund
bekommen das sie sich nicht so alleine fühlt und sich auch irgendwo ankuscheln
kann. Pfötchen frisst sehr gut, kommt langsam zu Kräften, die Wunden heilen.
Leider hat sie nach wie vor noch Angst vor Menschen (ich denke diese Kaninchen
leben schon seit Generationen ohne wirklichen Menschenkontakt). Mittlerweile
geht es aber schon das wir abends zusammen TV schauen ohne das sie sich direkt aus dem Staub
macht.
Ja ich habe ein Tier gestohlen und nein ich fühle mich
keineswegs schuldig oder gar schlecht deswegen.
Merles Therapie ist gesichert
Es hat sich bereits eine Spenderin aufgetan die den Gesamtbetrag von Merles Therapie übernehmen wird.
Ich bin so glücklich und so erleichter das die Therapie nun möglich ist.
Merle und ich danken von Herzen!
Samstag, 26. Januar 2013
Es sind diese Bilder die mich nachts nicht mehr ruhig
schlafen lassen…
Jeden Tag begegne ich hier Tieren die dringend Hilfe
brauchen, ich jedoch nicht allen helfen kann. Es reicht von Kaninchen die kein
Wasser oder Futter haben über Schweine die absolut zu wenig Platz haben, Kühe
die immer festgebunden sind im einem Minimalradius, Tiere die in ihrem eignen
Dreck leben müssen. Katzen die angefahren werden und zum sterben liegengelassen
werden und noch vieles mehr. Klar versucht man zu helfen wo man kann, man
stellt Wasser hin, sammelt ein bisschen Gras, begleitet die angefahrenen Tiere
in den Tod, entwendet auch mal ein Tier da es ohne deine Hilfe sterben würde
aber wen ich absolut allen Tieren helfen will müsste der Tag 72 Stunden haben
und Zeit für eine Pause würde nicht bleiben. So versuche ich den absoluten Notfällen
ein bisschen zu helfen, soweit es in meiner Macht steht. Ich weiss dass ich
nicht mehr machen kann als ich schon tue und trotzdem verfolgen mich diese Dinge
bis in meine Träume. Gerade jetzt im Winter wenn es aus Kübeln giesst denke ich
an all die Tiere die kein Zuhause haben, verloren irgendwo auf der Strasse umherirren
und nicht wissen wohin mit sich selbst. Egal wo man hingeht irgendwo findet
sich immer irgend ein Wesen das um Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten
kämpft, man kuschelt sie, gibt ihnen ein bisschen liebe und trotzdem ist
irgendwann dieser Moment vorbei und man muss gehen, jedes Mal bricht es mir das
Herz diese Tier wieder zurück zu lassen. Kommt man wieder an diesem Ort vorbei
hofft man, betet man das dieses Tierchen noch da ist, überlebt hat, etwas zu
fressen und zu trinken gefunden hat, bei guter Gesundheit ist usw. Es sind
tausend Gedanken die mir jeden Abend durch den Kopf gehen, ich finde kaum Ablenkung,
jedes Mal wen ich meine Tiere ansehe denke ich „Gott habens die gut“ ein warmes
zuhause, immer jemand da der ihnen liebe gibt alles was sie brauchen und noch
viel mehr, dann kommen mir wieder all die Tiere in den Sinn die diesen „Luxus“
nicht haben. Man fühlt sich machtlos, teilweise sehr alleine. Wie ein einzelner
Regentropfen in einem Gewitter. Ich finde jedoch jeden Tag mein Lachen wieder
wenn mich mein Rudel überschwänglich begrüsst, wen die Welpen glücklich miteinander
Spielen, wen Tiere die Krank oder verletzt sind gesund werden oder sonstige
Fortschritte machen. Tierschutz lohnt sich, ist oft aber mit Trauer und leid
verbunden.
Freitag, 25. Januar 2013
Spendenaufruf für Merle
Liebe Bologneserinnen
Liebe Blogleser
Die Wirtschaftskriese hat Griechenland voll im Griff. Leider
sind auch die Bewohner von Tripiti davon betroffen. PAWS hat momentan extrem wenig Geld und somit
muss auf jeden Cent geachtet werden. Tun wir. Allerdings kann man bei gewissen
dingen einfach nicht sparen und gewisse Dinge sind leider nicht vorplanbar
(kranke Tiere usw).
Wie ihr bereits erfahren habt ist die kleine süsse Merle
Erlichiose Positiv, leider! Sie erbricht täglich und fühlt sich dementsprechend
einfach nicht so gut, aus diesem Grund nimmt die Kleine auch kein Gramm zu
sondern eher noch ab (obwohl sie sehr gut frisst). Merle braucht dringend eine
Medikamentöse Therapie, die aber sehr teuer ist (leider aber unumgänglich).
Merle ist ein sehr süsser und liebenswerter Hund, mit ganz viel Lebensfreude
und auch Lebenswille. Sie erfreut sich täglich an kurzen Spaziergängen, an
ihren Mitbewohnern hier in Tripiti und mag total gerne den Futterball, kann
sich stunden damit beschäftigen. Ich
würde ihr diese Therapie gerne ermöglichen damit sie ein beschwerdefreies Leben
führen kann. Wer Merle gerne
unterstützen will und kann, kann auf das Konto folgende Konto Spenden.
Paroshunde eV
Sparkasse Karlsfeld
BLZ 700 515 40
Kto 280 101 510
Hier noch ein paar Fotos von Merle
Dienstag, 22. Januar 2013
Bilder der Neuzugänge:
Juli habe ich ja bereits im letzten Eintrag beschrieben. Hier noch ein Bild der kleinen
Die Juli
Nun ist ein weiter Hund nach Tripiti gekommen. Malu ist ein
Akita Inu Mix. Barbara hat sie herumstreunend in Camares aufgegriffen. Nach ein paar Erkundigungen und mithilfe
eines grossen Zufalls konnte man den Besitzer ausmachen. Diese haben jedoch
kein Interesse mehr an Malu (ehemals Stella) somit hat sie hier nun ein neues
vorübergehendes Zuhause gefunden. Malu war trächtig, hatte 9 Welpen die sie
aber von Anfang an nicht richtig annahm.
Die Welpen werden sehr wahrscheinlich noch nachgeholt, da besteht aber
noch klärungsbedarf. Malu ist anfangs eine sehr zurückhaltende Hündin, taut
aber nach Stunden bereits auf. Sie ist sehr aufmerksam und sanft, kann aber durchaus
auch mal zeigen was in ihr steckt. Anfangs war es schwierig mit ihr und den
anderen Hunden aber mittlerweile hat sie sich gut eingelebt und kommt gut mit
allen klar, nur die Welpen mag sie nicht so sehr. Malu ist eine gemütliche Spaziergängerin,
zieht kaum, geniesst einfach den Ausflug. Momentan ist Malu noch sehr dürr was
bei ihrem dichten Fell aber nicht wirklich zu sehen ist, aber man fühlt es.
Malu frisst sehr gut und das Gewicht ist bestimmt schnell wieder im
normalbereich. Ich persönlich finde sie
ist total hübsch.
Die Malu
Meine Helden des gestrigen Tages:
Die Bodenbeschaffenheit im Welpengehege war schon länger
nicht mehr so toll. Durch den vielen Regen war der Sand komplett abgetragen und
der Boden war sozusagen Steinhart. Dadurch wurde das Reinigen des Welpengeheges
erheblich erschwert. Ich sah schon öfters hier einen LKW mit Kran auf der
Strasse auf und ab fahren, hab den aber nie erwischt. Hab das Problem mal
Barbara geschildert und sie hat den Nachbarn angerufen. Dieser baut zurzeit
sowas wie ein Haus hinter seinem Haus (wozu das nachher dienen soll hab ich
keine Ahnung) und gestern war tatsächlich der LKW mit Krahn bei ihm. Das
tollste war, er war bereits informiert, dass er bei mir auch noch kurz was tun
muss. Vor der Mauer stand schon länger ein Sack mit Sand der noch von Sabines
Zeiten da war. Nun zur Sache: die Männer kamen haben das Ding angehängt,
hochgezogen und dann ist prompt der Sack gerissen (klar der steht ja auch schon
ne weile da und ist alles andere als neu). Nochmals angehängt, nochmals
gerissen (ich dachte schon „schiesse jetzt sagen die bestimmt es geht nicht“)
aber nix da, sie haben es probiert bis es geklappt hat. Super gemacht echt. Nun
war der Sack im Welpengehege und musste nur noch verteilt werden.
War sau viel Arbeit
aber ich hab es geschafft, besser gesagt wir haben es geschafft (die Welpen
haben natürlich mitgeholfen ;))
Irgendwann musste ich sie allerdings aus dem Gehege verbannen da es
öfter vorkam das einer halb unter dem Sand verschwand. Als ich fertig war
feierten wir das neue Welpengehege. Ich dachte mir naja für die Welpen an sich
wird’s ja nicht so ein grosser Unterschied sein, aber da hab ich mich schwer
getäuscht. Sie waren total begeistert von dem weichen Untergrund, haben getobt
und gespielt, Löcher gebuddelt und sich einfach sau wohl gefühlt. Alle zufrieden, alle glücklich, 1 Sorge weniger, Tag erfolgreich abgeschlossen :)
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