Samstag, 13. September 2014

Puh hab gerade gesehen das nun schon wieder einige Zeit vorüber gegangen ist, einige Hunde die ich beim letzten Post vorgestellt habe schon abgereist sind und das auch noch die Gehegehunde zur Vorstellung ausstehen. Unglaublich wie die Zeit rennt. Na dann jetzt aber:

Vor dem Gehege leben Bär und Jamila. Bär war lange Zeit im Gehege oben. Da es aber mit den Hundekonstellationen oben gar nicht mehr funktioniert hat musste er leider wieder zwischen Haus und Gehege ziehen. Da Bär schon einem älteren Semester angehört und er nicht sooo den Bewegungsdrang hat, hat ihn das auch nicht weiter gestört. Er hat einen netten Platz gleich neben dem kleinen Welpengehege unter einem Baum. Des Öfteren wird er von den Gänsen des Nachbar besucht, zu meinem Leidwesen denn ich muss das Wasser 5x am Tag wechseln da die Gänse darin baden... Die Gänse haben mittlerweile ein eigenes Badebecken von mir bekommen, seit da an ist es ein bisschen besser geworden, sie baden nicht mehr ganz so oft in Bärs Wasser.


Bär

Jamila lebt zwischen dem Gehege weil sie einen Schaden am Rücken hat. Anfangs konnte sie gar nicht laufen. Wir haben zusammen oft Physio gemacht das hat ihr gut geholfen und jetzt ist sie schon sehr flott unterwegs. Man sieht zwar das sie seltsam läuft aber sie ist genau so schnell wie alle anderen auf den Spaziergängen mit ihrer Hüpftechnik. Ich traue mich nicht Jamila zu den anderen Hunden zu setzten da ich mich ein wenig davor fürchte das ihr ein anderer Hund auf den Rücken springt oder ähnliches. Sie schätz die Gesellschaft von Bär sehr und scheint glücklich mit ihrem Platz zu sein.


Jamila


Im Gehege haben sozusagen die Langzeitinsassen die schon lange sehnsüchtig auf ein Zuhause warten.

Dakota:
Meine kleine Powermaus. Dakota ist sooo lieb, sooo lernwillig und einfach nur ein toller Hund. Sie ist sehr verschmust und am aller liebsten (neben dem Schmusen) macht sie den Gänsen klar das sie vor dem Gehege nichts verloren haben (was aber nur mit mässigem Erfolg klappt, erstaunlicherweise sind sich die Gänse sehr sicher das Dakota so oder so nicht raus kann, also bleiben sie einfach vor dem Zaun stehen und starren Dakota an... Ganz schön frech.
Mit Dakota zusammen im Gehege lebt Arco. Arco ist Dakotas grosse Liebe und natürlich auch umgekehrt. Die beiden toben ganz oft fröhlich durchs Gehege, spielen was das zeug hält und Baden danach gemeinsam in der Badewanne... Arco ist nicht ganz so verschmust wie Dakota. Er holt sich gerne seine Schmuseportion ab und geht dann lieber wieder spielen und toben. Er ist so ein hübscher Kerl und dennoch bleiben bei ihm die Anfragen aus.

 
 Im selben Gehege ist auch noch Amos zuhause. Amos ist ein wenig unterwürfig, sehr lieb und möchte einfach nur gekuschelt werden. Momentan arbeitet er gerade an seinen Baumkletterkünsten, mit mässigem Erfolg. Amos mischelt oft da im Spielgetummel von Dakota und Arco mit, es wird ihm dann aber schnell zu viel und dann legt er sich hin und lässt sich die Sonne auf den Pelz scheinen.

Arco
 
Amos
 
Dakota
 

Arco und Dakota
 
Ein Gehege weiter wohnen Knutschbacke Rio, Tuff (den ich gern Tuffilein von Tuffenstein nenne) und die Pointerdame Tinka. Bei ihnen drei geht es oft ein bisschen gemächlicher zu. Rio und Tuff spielen gerne zusammen, Tinka schaut sich das lieber aus ihrer Hütte an, sie scheint schon aus diesem alter raus zu sein und überlässt die Kindereien lieber den beiden Jungs. Rio kann leider nicht nach Deutschland reisen...Die Hoffnung das er ein Zuhause in Österreich oder in der Schweiz findet sind sehr klein. Er ist so ein netter und lieber Kerl, schade um ihn. Vielleicht, mit ganz viel Glück findet sich ja jemand nettes hier. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Tinka und Tuff sind nun auch schon ewig hier, auch für die beiden hat sich bisher leider noch nichts ergeben.

Tuff
 

Rio (mit Kopfhörer auf, er mag solche Spässe ;) )

Tinka

Im letzten Gehege haben wir Happy und Pepo. Auch sie sind schon seit einer gefühlten Ewigkeit hier und ein zuhause für die beiden ist nicht in Sicht. Sie sind sehr lieb und verschmust, kommen beide aber nicht mit Katzen aus. Ich vermute mal das dieser Umstand die Vermittlung nochmals erschwert. Ich kann nur hoffen das die beiden auch irgendwann mal ein Zuhause finden.

Happy

Pepo

Hab gerade bemerkt das ich die Welpen die zwischen Haus und Gehege zuhause sind vergessen habe:

Al da wäre:

Fynn:
 

Habbo:

Leno:

Liz:

Zorro:

Frimus:


Ich hoffe das ich niemanden ausgelassen habe.



Abgereist sind mittlerweile:

Marlie:
 
Fanta:
 
 
Ailin:
 
 
Sue:
 
Ace:
 
Gizmo:
 
 
 
Lars:
 
Raffy:
 
Bubel:
 
Bronko:
Frodo:
 
Maik:
 
 
 
Und gestern noch Kemal:


Ja da war einiges an Transporten letzten Monat!



Die Neuzugänge: (nur die ausgewachsenen Hunde, die Welpen habe ich euch ja schon oben vorgestellt):


Carmen:
Wurde, soweit ich das verstanden habe, als Junghund angefahren und dann auf einer PS aufgepäppelt. Carmen ist von PAWS reserviert. (Foto gerade nicht auffindbar, Chaos auf dem PC lässt grüssen)


Lux:
War ursprünglich nur ein Feriengast, der aber nach der angegebenen Zeit nicht abgeholt wurde. Ein kurzes Telefonat lies durchblicken das der Besitzer Krank ist und Lux nun doch nicht halten kann. Lux ist ein sehr freundlicher Jungspund der noch ein bisschen was lernen muss. Hier läuft er gut ohne Leine und mit Katzen versteht er sich sehr gut, da freut er sich immer einen ab wenn er ne Katze trifft.

Lux

Reika (die eigentlich ursprünglich Bella heisst) wurde bei Barbara vor der Tür ausgesetzt, mit einem Schreiben "mein Name Bela". Leider hatten wir nun hier schon einige Bellas also musste sie einen anderen Namen bekommen auch wenn der Name Bella absolut treffend für die wunderschöne Hündin ist. Reika ist absolut unkompliziert, kennt das Hunde ein mal eins. Mit den Katzen bin ich mir noch nicht ganz sicher da bedarf es weiterer Tests.

Reika

Ronja (Räubertochter) und Kalif:
Die beiden kommen aus sehr schlechter Haltung und die Polizei gab das OK die Hunde da weg zu holen. Der Verdacht auf Mittelmeerkrankheiten bestätigte sich bei Ronja zum glück nicht. Sie ist sehr dünn und ihre Krallen waren irre lang. Jetzt muss sie sich erstmal erholen. Sie ist ca 5 Jahre alt, eine ganz liebe und kommt auch mit Katzen aus.
Ihr Freund Kalif der nur 3 Meter neben ihr an der Kette hauste ist in einem viel besseren Zustand. Er hat leider eine dicke Wunde an seinem Hals von der Kette die eingeschnitten hat, die heilt aber gut ab. Auch ist er noch ein wenig dürr, da holt er aber bestimmt schnell wieder auf. Kalif ist sehr freundlich und an allem interessiert was es so gibt. Mit Katzen kommt er nicht aus.
Kalif

Ronja


Neben den Hunden wohnen hier nun noch neu 3 kleine Stubentiger, Felix und Lucky wurden aus der Mülltonne gefischt, Augen total vereitert. Die Augen werden wohl nicht mehr komplett gesund aber sie sehen! Das ist das wichtigste.

Lucky

Felix

Kurz darauf kam noch Billy dazu. Er wurde auf der Hauptstrasse fast überfahren und wusste nicht mehr wohin mit sich selbst. Seit da an wohnt er nun hier.
Die drei stellen hier die ganze Bude auf den Kopf, sie sind aber zuckersüss und machen den Feierabend richtig lustig mit ihren Bocksprüngen und Kletterversuchen.

Billy


Das ist nun fast der komplette Bestand in Tripiti (abgesehen von noch einigen Katzen die auch hier leben).


Dienstag, 5. August 2014

Hallo liebe Blogleser.

Es tut mir leid das es nun hier so lange gar nichts mehr zu lesen gab. Ich hatte in der letzten Zeit viele persönliche Rückschläge hin zu nehmen und dementsprechend ist vieles einfach liegen geblieben.

Ich bin aber noch da und die Hunde ebenso...
Wir machen nun mal ne gesamt Zusammenfassung der momentanen Situation.


Wir mussten die Seite Unsere Hunde leider umgestalten da der Zeitliche aufwand die Blogseite mit den Hunden zu aktualisieren einfach nicht mehr machbar war. Es gibt nun eine Liste (der Link ist auf unsere Hunde zu finden) Dort findet man alle Hunde die hier sind oder bereits in Deutschland auf Pflegestelle.

Die Hunde am Haus:

Nach wie vor ist die bezaubernde Fee hier. Niemand scheint sich für sie zu interessieren was ich nicht verstehen kann. Sie ist soo toll und sehnt sich echt nach einem Zuhause.


Fee


Lars, der nun auch schon einig Zeit hier ist scheint auch absolut keine Interessenten zu haben. er war als Welpe ein soo verschüchtertes kleines Tierchen, nun ist er ein wunderbarer lieber Kerl bei dem man gar nichts mehr von Schüchternheit oder dergleichen merkt.

Lars
 
Caruso sitzt nun auch schon ne halbe Ewigkeit hier auf der Station und hatte noch keinerlei Anfragen. Der sehr verschmuste Kerl sucht immer noch seine Menschen. Er freut sich total über die Spaziergänge und ist auch mit den anderen Hunden unproblematisch, manchmal etwas eifersüchtig wenn man ihn mal links liegen lässt.

Caruso
 

Tobi: Tobi ist noch nicht so lange hier. Er wurde in schrecklichem Zustand aufgefunden. Der Mittelmeercheck war, wie nicht anders zu erwarten, positiv. Tobis Name kommt von toben, da er super gerne den Hampelmann macht und dabei sehr lustig aussieht. Er erholt sich nun zunehmend. Sein Fell wird dichter, seine Schuppen verschwinden und sein Gewicht nähert sich dem Normalzustand. Langsam aber stetig geht es vorwärts.

Tobi




Maik: Maik wurde hier als Fundhund abgegeben. Er ist gerade mal ein Jahr alt und dementsprechend noch unerfahren. Er ist ein sehr verschmuster und verspielter Kerl, auch mit den anderen Hunden versteht er sich gut. Die Kastration steht bei ihm noch an und wird voraussichtlich nächste Woche statt finden.
Maik
 
 
 
Auch schon seit gefühlten tausend Jahren ist Pablo hier. Auch er hat bis jetzt keinerlei Interessenten. Ob es an der Katzenunverträglichkeit oder am anfänglichen Misstrauen Fremden gegenüber liegt kann ich nicht sagen. Ich finde ihn toll. Er ist sehr lieb und abgesehen von den Katzen echt unkompliziert. Anfangs konnte er sich nur schwer an neue Menschen gewöhnen, jetzt geht es schon viel schneller. Ist den da draussen niemand der Pablo eine Chance geben will?
 
 
Pablo
 
 



Frodo: gehört langsam aber sicher auch schon zu den Langzeitinsassen, warum ist mir absolut schleierhaft. Er ist ein wunderhübscher und absolut unkomplizierter Kerl. Er freut sich über jede Streicheleinheit. Seine Vermittlung ist bis jetzt an Katzen gescheitert. Das kleine Dummerchen kommt einfach nicht mit Katzen aus...Leider... Ich nenne ihn hauptsächlich Grinsebär weil er immer lächelt und fröhlich ist. Frodo ist ein super Familienhund der die ruhe weg hat.
 
Frodo
 
 
Niko: Niko ist einer der schüchternen Klosterhunde, der schüchternste von alle. Er hat in der letzten Zeit ganz tolle Fortschritte gemacht und geht heute sogar super gerne Gassi. Anfassen ist ihm unheimlich aber mit ganz viel Zeit und ruhe lässt er sich an der Brust streicheln, jedoch nicht am Kopf das mag er nicht. Wie die Zukunft für Niko wohl aussehen wird? Er bräuchte Menschen die beriet sind viel mit ihm zu arbeiten und nicht zu viel auf einmal von ihm verlangen... Hat man diese Voraussetzungen wäre Niko bestimmt ein toller Begleiter.
 
Niko
 
 
Marlie: Marlie ist eine sehr freundliche und zarte Hündin. Sie ist super lieb und wie ich finde sehr lustig. Sie macht jeweils riesige Bocksprünge beim spazieren und läuft von anfang an ohne Leine. Sie beherrscht aber auch das an der Leine gehen perfekt. Marlie wurde hier als Fundhund abgegeben. Die kleine Schönheit such noch nach einem passenden Zuhause.
 
Marlie
 
 
Mandy wurde Mandy genannt weil sie optisch viele Ähnlichkeiten mit der Sandy hat. Sandy ist nun schon länger hier weg und das wünsche ich mir auch für Mandy. Sie ist eine sehr lebendige junge Dame die stehts nach menschlicher Nähe sucht. Sie scheint eher weniger Katzenverträglich zu sein. Mady wurde alleine in Alyki aufgefunden und niemand scheint sie zu vermissen.
 
Mandy
 
 
Quick sucht auch noch nach einem passenden Menschen. Er ist ein sehr lieber und braver Hund. Ab und zu zofft er sich mal mit einem Rüden, dabei dreht es sich aber immer um eine Hündin. Er ist ein verschmuster Kerl. Leider ist er immer noch recht dürr... Ich hoffe das ändert sich bald mal. Quick wurde in Naoussa gefunden.
 
Quick

 
 
Was Quick an Körperfülle zu wenig hat, hat die Masha zu viel. Sie wurde auch aufgefunden. Auch sie vermisst niemand. Sie nimmt momentan am Abspeckprogramm teil. Anfangs tat sie sich hier sehr sehr schwer. Mittlerweile ist sie super aufgetaut und fast schon frech, bei Aufmerksamkeitsmangel wird gerne am Bein gekratzt... Tut ganz schön weh und negative Aufmerksamkeit ist schliesslich auch Aufmerksamkeit sagt sich die Dame. Masha konnte anfangs auch nicht an der Leine gehen. Jetzt ist es kein Problem mehr. Sie ist sehr freundlich und super unterhaltsam wenn sie ihre schwachen 5 Minuten hat. Masha sucht noch.
 
Masha

 
 
 
Kleine verängstige Kea: Kea wurde in ein Gehege mit drei Pitbulls entsorgt. Zum Glück ist sie sehr unterwürfig somit hatten die Pitpulls keinen Grund sie zu ernsthaft beissen. Leider hat sie trotzdem ein Loch ihm Ohr als sie ankam. Kea ist sehr schüchtern und kommt draussen nicht so gut zurecht. Deswegen wohnt si mit mir zusammen im Haus. Das klappt mittlerweile recht gut. Sie ist aber immer noch sehr scheu und erstarrt wenn man ihr über den Rücken streicheln möchte. Wiederum ist sie super frech wenn man nicht hinguckt und leert in Windeseile zb. das Katzenfutter oder die Katzenklos... Ganz schön frech die kleine. Auch Kea sucht nach einem passenden zuhause, wo man Verständnis für sie hat.
 
Kea
 
 
 


Kira und die kleinen: Die Geschichte von Kira ist super traurig. Die sehr liebenswerte Hündin wurde zusammen mit ihren neugeborenen Welpen ausgesetzt am Strand gefunden. Die Welpen waren gerade erst mal 2 Tage alt. Kira hatte zum glück die Möglichkeit ihre Welpen hier ganz in ruhe und in Sicherheit auf zu ziehen. Die Welpen Fanta, Ailin, Sue, Raffy und Bubel sind alle samt fröhliche Welpen und können es kaum erwarten in eine neue Familie zu ziehen. Die Welpen sind mittlerweile ins Welpengehege gezogen da Kira absolut die Schnauze voll hatte von ihnen. Kira ist eine sehr sanfte liebe Hündin die hier immer ohne Leine mitläuft da sie super hört. Auch sie sucht noch ein Zuhause...
 
Mama Kira
 
Ailin
 
Fanta
 
Bubel
 
Sue
 
Raffy
 
 
Die Sabia teilt sich mit den fünf halbstarken von Kira das Welpengehge. Sie wurde in schrecklichem Zustand aufgefunden und hier abgegeben. Ihre Ohren waren übervoll mit Zecken und sie war ziemlich dünn und ausgetrocknet. Das entfernen der Zecken dauerte ca. 6 Stunden, und da waren noch nicht ganz ganz alle weg weil gewisse so klein waren das sie kaum zu erwischen waren. Ich spührte nach diesen 6 Stunden definitiv meinen Rücken nicht mehr und Sabia hatte auch mehr wie die Schnauze voll.
Sabia ist eine eher zurückhaltende junge Dame die aber schnell auftaut und dann auch sehr lustig werden kann. Hier die Bilder von Sabia.
 
 
 
Sabia ganz ohne Zecken
 
 
 
 




In Kürze geht es hier weiter mit dem Gehege und denen die zwischen Haus und Gehege zuhause sind ;)

Freitag, 23. Mai 2014


Liebe Blogeintrag Leser,

diesmal schreiben Nathalie und Tim euch einen kurzen Bericht über die Zeit als „Urlaubsvertretung“ in Tripiti. Kurz zur Erklärung: Nathalie war schon 2013 für 3 Monate vor Ort und hat die Tag tägliche Arbeit in der Hundeauffangstation mit allen Höhen und Tiefen gemeistert. Ihr Freund Tim ist diesmal mit angereist und die beiden haben mich vertreten damit ich in den Urlaub konnte.

 
 
Hallo Zusammen, mein Name ist Tim und ich bin am 7 April auf Paros angekommen. Dies ist meine erste ehrenamtliche Tätigkeit im Rahmen des Tierschutzes und nach dem freudigen Empfang durch Mel, Siro und Alina im Hafen von Paros wurde ich gleich den Hunden vorgestellt. Das tierische Empfangskomitee war geteilter Meinung, die eine Hälfte freudig schlabbernd und die andere Hälfte eher skeptisch und zurückhaltend. Was mich sehr überrascht hat war die Tatsache dass die Hunde dort trotz der vielleicht vorangegangenen schlechten Erfahrungen, sehr schnell Vertrauen zu mir als Fremden aufgebaut und mich in ihrem Rudel herzlich Willkommen geheißen haben.

In der ersten Nacht hat mein Kumpel Siro mir Gesellschaft geleistet

 
 
Tim mit Siro, Merle und Katze Lucie


und mir gleich schon mal geflüstert was mich so alles erwarten wird. Am ersten Tag habe ich Alina und Mel bei den täglichen Aufgaben begleitet, schnell wurde mir klar dass das kein einfacher Job ist der hier jeden Tag bewältigt wird.



Nach der ersten Fütterung der Gehege und der ersten „Bergrunde“ war nun auch das letzte Eis gebrochen und alle Hunde, bis auf wenige kleine Ausnahmen waren über meine Anwesenheit ziemlich begeistert. Ehrlich gesagt hätte ich erwartet dass dieser Vertrauensprozess zu fremden Menschen länger von statten geht. Aber ich wurde eines besseren Belehrt und traf ein völlig freundliches und offenes Hunderudel. Eine Erfahrung die mich im Verhalten der Hunde innerhalb eines Rudels auch sehr viel weitergebracht hat, es war super interessant zu sehen wie die Hunde untereinander agieren und sich so ziemlich alles von selbst regelt.

Am nächsten Tag kam dann meine Freundin Nathalie und ihre Familie auf Paros an um uns ebenfalls Tatkräftig zu unterstützen. Dann stand auch schon Alinas abreise an und die ersten Hunde haben die Insel mit ihr verlassen. Ich war froh dass Nathalie mich vor Ort unterstützen würde, alleine hätte ich das alles nie geregelt bekommen. Ein großer Vorteil war natürlich auch dass sie Tripiti schon zuvor über einen längeren Zeitraum zusammen mit Mel betreut hat und so stand auch schon Mels Abreise an und ich denke sie konnte guten Gewissens ein paar schöne Tage in ihrer Heimat verbringen.

Für uns hieß es dann morgens früh aufstehen  und alleine klar kommen, was zu zweit echt ein Haufen Arbeit ist und ich möchte gar nicht wissen wie Mel es Tag für Tag in Tripiti alleine hinbekommt. Dafür hat sie ehrlich meinen großen großen Respekt verdient. Nun waren es nicht nur die Versorgung der Hunde die wir zu erledigen hatten, sondern auch alles was sonst so anfällt. Wir haben in der Zeit einen Hund in der Nähen Umgebung suchen müssen und wurden von ein paar Bewohnern vor Ort unterstützt. Nach der ersten Erfolglosen Suche bekamen wir dann einen Anruf von einem Geschäft vor Ort dass der Hund wieder aufgetaucht ist und wir schnell vorbei kommen sollen. An der Stelle sei erwähnt dass die Griechen nicht immer Streunern gegenüber so freundlich gesinnt sind. Der Hund war ein Mittelgroßer Rüde und sah ziemlich verwahrlost aus. Also Hundi mit Leckerchen ins Auto gelockt und mit nach Tripiti genommen. Dort wurde er von Zecken und anderem Ungeziefer befreit und kam in die Schleuse damit er auf ungefährliche Weise mit dem Rudel Bekanntschaft machen konnte.

Amos
 
 
Uns hat der Alltag ziemlich schnell eingeholt aber da Nathalies Familie mit angereist war blieb Zeit für verschiedene Reparatur und Instandsetzungsarbeiten der Gehege. Martin, der Freund von Nathalies Mutter hatte im Vorfeld schon geplant etwas für die Hunde zu tun. Die beiden haben selbst einen Hund aus Tripiti und waren sich der schwierigen Umstände und das jegliche Art von Unterstützung willkommen ist bewusst. So haben wir quasi als Überraschung für Mel angefangen einen Sonnen- bzw. Regenschutz für die Hunde in den oberen Gehegen zu bauen. Dies gestaltet sich allerdings nicht einfach, der Boden ist zu hart um einfach „Löcher zu buddeln“ und überhaupt geht man auf Paros nicht einfach in den Baumarkt und kauft dort Materialien ein. Dadurch waren wir dann gezwungen mit den Mitteln vor Ort das Beste draus zu machen.  Es ist an für sich sehr schade dass wir in so einer Wegwerfgesellschaft leben, viele Dinge können weiterverwendet oder repariert werden bevor man sie neu kaufen muss und daran sollten sich vielleicht ein paar mehr Menschen ein Beispiel nehmen. Des Weiteren haben wir für Runa und Jamila kleinere „Gehege“ mit Sonnen- und Regenschutz gebaut. Bei Runa war das echt verdammt schwer da sie ständig einen Weg findet sich mit ihrer Leine irgendwo zu verheddern. Aber ich denke uns ist es ganz gut gelungen:

vl. Dani, Tim (Hund Runa) und Martin

Fernab des tierischen Alltags gibt es auch noch ein paar interessante Erfahrungen zu berichten, als erstes muss ich wirklich die Emma (Tripiti Firmenwagen) mal ausdrücklich loben. Auch sie leistet dort Schwerstarbeit und obwohl das Auto gar nicht danach aussieht, hat uns die Emma an allen Tagen und auch bei Regen immer treu zur Seite gestanden. Die ersten Tage musste ich mich bei fast jeder Fahrt wirklich vor Lachen kugeln. Eine wirklich sehr eigentümliche Art und Weise Auto zu fahren. Aber wie schon gesagt Emma ist uns IMMER und ÜBERALL treu geblieben. Auch als wir nach einem Transport in ein Mega  Unwetter geraten sind und Emma tierisch nass geworden ist. Apropos Unwetter, habt ihr schon mal einen Blitzeinschlag in einem Haus ohne Blitzableiter erlebt. Ich kann euch sagen dass ist echt nicht witzig.

Ja wie ihr schon hier im Blog erfahren habt sind in der Zeit von uns vor Ort noch der Lakers und die Nini angekommen. Lakers wurde auf einem Pickup ungesichert auf der Ladefläche abgegeben, aber auch er war sehr schnell auf uns Menschen fixiert und wurde später an eine andere Auffangstation auf Paros gebracht weil wir keine Hunde in seinem Alter hatten. Nini ist mittlerweile bei Tim in Deutschland und fühlt sich dort pudelwohl.

Eigentlich sind die Abläufe in Tripiti in der Theorie nicht schwer zu verstehen, es sind eher die widrigen Umstände und die speziellen Dinge bei einzelnen Hunden oder Katzen die es vor Ort in der Praxis nicht einfach machen. Eigentlich sollte jeder mal so eine Erfahrung erleben, ich glaube das würde vielen Leuten mal ganz gut tun auf den Boden der Tatsachen zurück geholt zu werden und wieder das zu schätzen was man hier in Deutschland als selbstverständlich ansieht. Viele Leute haben mich gefragt warum ich den Tierschutz im Ausland unterstütze und nicht in Deutschland mit Tierheimhunden spazieren gehe. Ganz einfach, den Tierheimhunden hier in Deutschland geht es bei weitem noch besser als den Hunden in Tripiti. Ich will nicht sagen dass ich es gut finde dass Tiere in Deutschland im Tierheim sitzen und den Tieren in Tripiti geht’s auch weitaus besser als den Tieren die dort noch auf der Strasse leben, aber ich denke dass in der Hinsicht jeglicher Beweggrund so etwas zu tun einfach respektiert werden sollte. Es ist keine einfache Aufgabe und wenn man sieht wie manche Menschen mit den Strassentieren in Griechenland umgeht, dann ist hier jede Hilfe angebracht. Es geht ja nicht nur darum Tiere von der Strasse zu holen, die Organisation kümmert sich ja genau so darum vor Ort den Umgang und die Einstellung in den Köpfen der Menschen zu ändern. Ich würde es auf jeden Fall jederzeit wieder machen.
 
Hier noch ein Bild aller fleissigen helferlein die in dieser Zeit da waren:
vl. Dani, Barbara, Bryan, Martin
 
 
Nät und Tim
 
 

Freitag, 11. April 2014

So ich melde mich noch ein letztes mal zu Wort bevor ich mich in den Urlaub verkrümle...
 
Die letzten Tage war hier richtig was los.
 
Alina ist am Dienstag abgeresit. Am Tag davor kam Tim, der Freund von Nät hier an. Die Nät einen Tag später. Nät und Tim halten hier eine Woche die Stellung wenn ich in den Urlaub fahre...
 
Ja was war den so los die letzten Tage.
Die Besitzerin von Eko hat sich gemeldet. Sie Dame hat den Eko mal auf der PAWS seite gepostet das er verloren gegangen ist, allerdings war das Bild so schlecht das der Eko als Eko nicht zu erkennen war. Sie hat ihn dann aber wieder auf FB gesehen und sich gleich gemeldet. Habe den Eko gestern zur Besitzerin zurückgebracht... War alles ein bisschen komisch aber es bleibt mir ja nichts anderes übrig als zu hoffen das er es da gut hat und nicht wieder auf Wanderschaft geht...
 
Eko (richtiger Name Bubi)
 
 
Am 30.3 durften Asper Jannaki und Delaila die Insel verlassen. Es war sooo toll das Asper nun endlich ein Zuhause gefunden hat! Wenn ich daran denke was für ein jämmerliches Häufchen elend er war als er hier ankam und wie toll er aussah als ich ihn auf die Fähre gebracht habe dann macht mich das durchaus sehr stolz...
Und weils so schön ist gleich mal ein vorher/nachher Bild:
 
 
 
 
Am 9.04 durfen Loui, Lenox, Queeny und Aira in ein neues Leben starten. Gerade für Aira und Loui hab ich mich sehr gefreut da die beiden nun doch schon sehr lange da waren... Hier noch ein Bild der Reisenden.
 
 
 
Auch heute war ich wieder am Hafen. Nele und Cola durften schon abreisen.
 
 
Viele Hunde durften Abreisen aber wie es hier immer so ist kommen auch immer wieder neue nach. Ab Montag wurden hier vor meiner Haustür eine Mama mit 5 neugeborenen Babys abgesetzt. Wer bitte schön tut sowas? Die kleine Familie lebt nun im Haus. Leider ist die Mama (Miri) sehr schüchtern aber sie kümmert sich gut um ihr kleinen das ist erst mal das wichtigste...
Hier ein Paar Bilder der Familie
 
 
Mama Miri bei der Arbeit
 
 
Kurz nach Miri kam der kleine Lakers hier an. Er wurde angeblich gefunden... Ob das nun stimmt oder nicht sei dahingestellt. Lackers ist ein aufgewecter kleiner Kerl, jetzt etwa 4 Wochen alt. Er ist sehr Zielstrebig und weiss ganz genau was er will!
 
Lakers
 
Gestern kam nochmals eine Hündin hier an. Wir haben sie spontan Nini genannt. Sie ist noch ein bisschen verunsichert hier und muss erst ihren Platz im Rudel finden aber sie schlägt sich ganz tapfer. Nini ist etwa 7 Monate alt.
 
Nini
 
So nun noch die beiden letzten in der Vorstellrunde.
Nils war hier anfangs sehr verunsichert und wurde ganz gemein gemoppt. Dies hat sich nun gelegt und er findet sich hier langsam ein und taut auf. Nils ist ein sehr freundlicher und verschmuster Rüde.
 
Nils
 
 
Jamila wurde in Naoussa gefunden. An beiden Hinterläufen hatte sie zwei Wunden die aber schon eher alt waren. Jamila kann hinten sehr schlecht laufen, zu beginn fast gar nicht. Die beiden Wunden an den Hinterläufen kommt wohl davon das sie beim gehen die Pfoten ab und an nicht richtig hinstellt und die mit der Oberseite der Pfote auf dem Boden schleift. Sie bekam nun Cortison und es wurde besser. Man sieht ihr aber immer noch an das da hinten etwas nicht ganz stimmt. Sie geht kurze Strecken Gassi und macht das eigentlich sehr gut. Was da genau los ist muss noch abgeklärt werden. Jamila ist sehr freundlich und schmust gerne. Mit Katzen versteht sie sich leider nicht so gut.
 
Jamila
 
Der heutige Blogeintrag ist nur sehr kurz und knapp geworden aber leider muss ich noch die Hunde für meinen Tarnsport vorbereiten und meine eigenen Sachen noch packen.
Freu mich schon sehr auf den Urlaub. Es ist sehr gut zu wissen das meine Hunde hier in sehr guten Händen sind und ich mir keine Sorgen machen muss, so lässt es sich auch besser Urlaub machen. In einer Woche bin ich dann wider zurück. Vielleicht schreibt ja dann die Nät noch was in der Woche so abgegangen ist...